Ein paar Freunde haben ihren Medien-Flash schon hinter sich und sind tendentiell zu Nicht-Bloggern, Online- Asketen und Reale-Beziehungen-Lebern geworden. Das respektiere ich und denke auch immer mal über das “etwas weniger” nach. Aber meine Schritte sind kleiner. Heute soll es etwas weniger Google in meinem Leben sein, dafür aber eine Menge Neues, darum probiere ich mal wordpress aus.
Ich näher mich bedrohlich der vierzig und frage mich gelegentlich, ob ich nicht schon für mehrere Leben ausreichend Spuren im Netz hinterlassen habe. Aber anstatt mich zu beschränken, fällt mir wieder eine neue Möglichkeit ein, neue Spuren zu bauen.
Dabei nervt mich der ganze Datenterror und ich erwäge spätestens vierteljährlich, ob ich nicht wieder zu Papier und Bleistift zurückkehre. Schicker als der abgefahrenste Laptop oder das neueste Monster Handy ist ein in Leder geschlagenes Notizbuch und ein wertiger Bleistift allemal. Und die faszinierenste Maschine in einem Büro ist m.E. der kurbelbetriebene Anspitzer.
Kurzum: Ich trudele mächtig in die Krise der Lebensmitte, werde gelegentlich leicht nostalgisch und träume mehr denn je davon, in meinem Haus am Atlantik (das ich leider noch keineswegs besitze) ein spannendes Buch für eine hungernde Leserschaft zu schreiben.