Der Himmel lacht. Über Niederwalgern wie über Siegen. Die Menschen, die vorüberzeihen, sind friedvoll und gut gelaunt. Nicht nur in Mittelhessen und Südwestfalen, potentiell in ganz Deutschland geht es den allermeisten Menschen gut.
Unerträglich der Gedanke, dass zur gleichen Zeit in Birma Millionen Menschen auf Hilfe warten. Auf Hilfe, die bereitsteht. Die gerne gegeben wird. Eine Errungenschaft unserer Weltgemeinschaft. Wer unverschuldet in Not gerät, dem helfen alle. Die ganze Welt kann manchmal friedvoll sein.
Aber diese Menschen warten vergeblich. Weil ein Regime keine Schwäche zeigen will und damit ebendies tut. Das ist geschichtlich nichts Neues, nur wurden selten dermaßen viele Leben auf´s Spiel gesetzt. Völlig überflüssig. Menschenverachtend. Skrupellos.
Das schmälert mein friedvolles Pfingstfest. Macht mich agressiv und angriffslustig, lässt mich partiell resignieren. Wielange kann man da zusehen? Warum zögert “man” bei humanitären Katastrophen so lange? Sind wir wirklich machtlos?
Pfingsten 2008: Ein merkwürdig verstimmtes Fest. Dabei ist es doch gerade eine “universelle Verfügbarkeit”, die wir an diesen Tagen Jahr für Jahr feiern. Der Geist weht, wo er will, aber will er mancherorts nicht wehen?
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