Posted by: Christopher on: 1. Juli 2008
Tag Neun von insgesamt 14 Tagen Urlaub. Eigentlich komme ich überhaupt nicht zur Ruhe und bin darüber ein wenig genervt. Zwar sind alle Termine, die ich wahrnehme selbstgewollt und durchgehend nett, aber drei Wochen wirklich raus sein, wie im letzten Jahr, ist einfach etwas qualitativ Anderes.
Und mitten in diesem augenzwinkernden Jammertal kehrt sich diese Erfahrung plötzlich um. Auf einmal muss ich nichts mehr für einen tollen Urlaub tun, sondern der Urlaub greift einfach nach mir. Da schlafe ich an meinem Lieblingsplatz im Garten (direkt zwischen duftender Kräuterschnecke und einer gewaltigen Kletterrose mit gefühlten fünf Milliarden Blüten) einfach mal eine Stunde ein oder träume im Fahrradladen ungehemmt vor mich hin. Dann noch ein wenig “Armbanduhrweglegen”, und “Telefonstummschalten” und schon werden die Tage mächtig erholsam. Da passt hinein, manche Aufgaben einfach mal ein paar Tage nach hinten zu verbannen.
Mein Traum wäre immer noch eine kleine Pilgerei, aber vielleicht ist das Ziel einfach nicht Rom oder Santiago sondern nüchtern-baptistisch Leipzig, aber ein paar Tage ganz abgeschaltet werden sich sicher irgendwann noch einrichten lassen…
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