(Nicht einstellbare) Seitenvorlagen in der OneNote App von Windows 10 (trotzdem) nutzen

Ein OneNote-Nutzer klagte, dass es in der Windows 10-App von OneNote nicht möglich ist, Seitenvorlagen zu nutzen. Und dass die App darum für ihn unnutzbar sei. Mir war das noch gar nicht aufgefallen, aber soviel stimmt: Nirgendwo in der App kann man das Seitenformat einstellen oder ein bestimmtes Format als Default festlegen.

Zumindest für einen Teil der OneNote-Nutzer gibt es aber Abhilfe: Nämlich für all die, die parallel zur App auch die OneNote-Desktopversion benutzen (können). Denn dort kann man (abschnittsweise) eine Seitenvorlage festlegen, die dann auch in der App funktioniert.

Nach der Synchronisierung des Notizbuches findet sich die gewünschte Seitenmaske auch in der App:

Natürlich auch bei später in der App neu angelegten Seiten. Allerdings – wie gesagt – immer abschnittsbezogen.

Advertisements

Windows Ink Skizzenblock und OneNote

In OneNote kann man ja sehr schön mit dem Stift arbeiten. Je nach verwendeter Hardware einfach mit dem Stift drauf los schreiben oder zeichnen. Keine Menüs klicken, keine Stifte anmelden. Auf meinem Lenovo ThinkPad Yoga und auch auf dem Surface geht es bequem und unmittelbar. In der Universal-App übrigens noch besser als in der Desktop App.

Eher per Zufall bin ich auf eine noch andere Möglichkeit gestoßen, Notizen und Skizzen unkompliziert in OneNote unterzubringen.

Ich wollte ein paar Kollegen demonstrieren, wie cool das Arbeiten mit dem Stift in Windows 10 funktioniert und habe eine kleine Mindmap mit Windows-Ink im Skizzenblock erstellt.

Nun wollte ich sie mit den Kollegen teilen. Dabei stieß ich zufällig auf die Option, eine Skizze auch mit OneNote zu teilen. Das musste ich natürlich ausprobieren (und Die Kollegen warten immer noch auf die Skizze…).

Nun ist das ja eigentlich  irgendwie doppelt gemoppelt, eine Zeichnung an OneNote zu schicken, weil man sie ja auch dort direkt erstellen kann. Der Vorteil am Skizzenblock ist, dass man nichts erst aus dem Weg räumen muss, um vollflächig zu zeichnen. Es ist wie die schnelle Illustration auf der Flipchart in einem Meeting.

Standardmäßig bewirkt ein Teilen mit OneNote, dass eine Seite namens „Skizzenblock“ unter Schnelle Notizen erstellt wird.

Den Ort und Namen kann man freilich auch anpassen. Ganz praktisch finde ich am Ergebnis, dass die so eingefügte Skizze gegenüber der in OneNote erstellten als Grafik eingefügt ist, die man beliebig skalieren kann, die aber nicht eine Sammlung von vielen Einzelelementen ist. Als Grafik lässt sie sich auch problemlos in den Textflow einfügen. Bei den schnell direkt in OneNote gemachten Skizzen wird es bisweilen nervig, wenn man einen Text vor der Zeichnung nachträglich noch etwas ergänzt und dieser sich in die Zeichnung schiebt.

Kurzum: Wieder eine Möglichkeit entdeckt, kreative Anwandlungen einfach und schnell in den Workflow zu integrieren.

P.S. Übrigens lässt sich die Skizze danach im Skizzenblock ergänzen und später erneut teilen. So lässt sich auch eine Entwicklung einer Idee auch fortschreitend dokumentieren.

 

Hey Lenovo! THINK…

board-1820678_640

Es sollte mein drittes Lenovo ThinkPad werden. Ein ThinkPad Yoga 460. Aber die Liebe währte nur eine Woche. Dann kamen fast acht Wochen Warten und nun das Beziehungsende per SMS E-Mail.

Der Reihe nach. Vor 8 Jahren war es Liebe auf den ersten Blick. Beim bisherigen Notebook versagte das Display und es war zappenduster. Ersatz musste her. Schnell. Dann das Angebot, dass man nicht ausschlagen kann: Ein fabrikneues ThinkPad x41t, dass sich in irgendeinem Lagerhaus versteckt hatte. Keine taufrische Technik also, aber ein schönes, grundsolides und unglaublich vielseitiges Gerät, dass mir durch die Stiftbedienung neue Horizonte aufschloss.

Nach sehr glücklichen Jahren war es ein fehlender Grafik-Treiber, der der Weiterentwicklung von Windows nicht mehr standhielt. Mit knirschenden Zähnen (und einem kurzen Ausflug in die Linux-Welt), war das Karriereende des X41t in meinem Team erreicht. Ich konnte es in gute Hände weiter geben, was den Abschiedsschmerz in Grenzen hielt.

Aus Budgetgründen und akutem Angebotsmangel, fiel irgendwann die Tablet- und Stifteingabe als Must-Have raus und ein ThinkPad T430i trat die Nachfolge an. Wieder ein jungfräuliches Gerät, wieder mit einem dreijährigen Vor-Ort-Service am nächsten Werktag. Und wieder viel Zufriedenheit. Solides Gerät, traumhafte Tastatur, ikonenhaftes Design. OK, das HDready-Display ist lausig und ein i3 Prozessor überrascht einen selten mit vorzeitiger Erledigung seiner Aufgaben, aber ersteres war vor allem im Büro mit einer Dockingstation samt 24 Monitor zu kompensieren, letzteres hat mich nie wirklich gestört. Die ThinkPad-Begeisterung war inzwischen so weit gediehen, dass in meiner Familie zwischenzeitlich insgesamt 7 oder 8 weitere Thinkpads ihren Dienst verrichteten.

Nun sollte es also wieder ein 2in1werden, unbedingt mit Stiftbedienung. Also ein ThinkPad Yoga. Aus der Auswahlliste X1, 260, 460, P40 wurde es ein yoga 460 mit i7 Prozessor, LTE. Schönes Teil. Ich dachte schon an die bevorstehenden gemeinsamen Jahre, als ich einen Fehler am Akku entdeckte, der mich zu einem Chat mit dem Support veranlasste. Und dann nahm das Grauen seinen Lauf.

support-2355701_640

Denn bei der guten Ausstattung des Geräts hatte ich darüber hinweggesehen, dass die Garantie diesmal nur einen Bring-In-Service von einem Jahr beinhalteten. Folglich gab es keine neue Strophe des Liedes „Ich ruf den Service an und am nächsten Tag kommt das Ersatzteil“, sondern ich bekam ein DOA-Ticket und durfte das Gerät zum Händler zurückbringen. Dann passierte nichts. Eine Woche, zwei Wochen, drei Wochen, vier Wochen. Ich fragte nach. Bei Lenovo ebenso wie beim Händler.

nachfrage

Ergebnis: Der Händler brauchte 7 Tage, um das Gerät einzuschicken, Lenovo weitere drei Wochen, um NICHTS zu tun. Wie gesagt: Ein Akkutausch. Ein paar Schrauben. Eine Steckverbindung. Kein Hexenwerk. Na gut, nun war also Transparenz hergestellt, das Problem bekannt und das Gerät da, wo ihm geholfen werden konnte.

Ich hatte die Hoffnung, dass es jetzt ganz schnell geht, also blieb ich ruhig. Nach einer Woche widerstand ich dem Impuls, nachzufragen. Am Ende der zweiten Woche fragte ich beim Händler nach: Noch keine neuen Informationen. Man bot mir händlerseitig die Rückabwicklung an, ich verzichtete aber und übte mich weiter in Geduld. So kompliziert könnte es ja nun nicht mehr sein. Dachte ich. Nach drei Wochen, (also in der insgesamt siebten seit Einlieferung im Geschäft) nahm ich nochmal Kontakt auf und erklärte, dass meine Geduld langsam an ihre Grenzen kommt und ob man nicht nochmal bei Lenovo nachfragen könne. Ich hörte einstweilen nichts, aber man tat es offenbar.

Nach einigen Tagen dann endlich Antwort. Aber lest selbst:

Abschluss

Nun ist das rechtlich alles völlig legitim. Aber auf solch einen Bockmist muss man doch nicht 8 Wochen warten, oder? Wenn ein Akkutausch wirtschaftlich nicht sinnvoll ist für den Hersteller, dann weiß er dass doch schon, bevor ich das Gerät überhaupt reklamiere. Und an der Kalkulation ändert sich für ihn doch auch nichts durch den Nachlass, den mir der Händler gewährte.

Was sich allerdings mit diesem Vorgang schlagartig geändert hat, ist das Vertrauensverhältnis von mir zum Hersteller. Auch wenn es auch weiterhin durchaus gewichtige Argumente für die Anschaffung eines ThinkPad gibt, so mag ich einfach nicht mehr. Doch ein Surface Pro? Oder zurück zu Dell?

Hey Lenovo. Ich bin kein Einzelfall. Euer Service ist lausig geworden. Und die Laufzeiten inakzeptabel. Denkt drüber nach. Und ändert etwas.

P.S. Von Beileidsbekundungen an der offenen Wunde bitte ich höflichst Abstand zu nehmen. Und ach ja: Die Anschaffung des Yoga 460 war nötig geworden, nachdem mich ein (dienstlich bereitgestelltes) Macbook Pro so gar nicht glücklich machte.

 

 

Ja, man muss sich versammeln dürfen…

protest-455714_1280

Ich sitze im beschaulichen Mittelhessen und sehe verschiedene Bilder aus Hamburg. Und bin ein ums andere mal irritiert. Über die Treffen der Politiker im Vorfeld des G20-Gipfels wird in der Hauptsache berichtet: „…Sicherheitvorkehrungen…viel Blaulicht…Scharfschürzen…the Beast…“. Auf der Seite der G20-Gegner ein ähnliches Bild „…20000 Polizisten…eine Halle voller Wasserwerfer…schwarzer Block…Gewaltbereitschaft…Eskalation…“

Und ja, ich schaue hin und es braucht ein wenig, bis ich merke, dass das nicht die Informationen und Bilder sind, die ich eigentlich bekommen möchte. Ich möchte etwas über die Fortschritte in der Agenda des Gipfels hören, will sehen, dass man auch über gravierende Differenzen hinweg miteinander redet und Kompromisse sucht, wo Übereinstimmung nicht zu erreichen ist.

Und ja, ich will auch den Protest sehen. Will sehen, wie Menschen aus aller Welt nach Hamburg kommen, um die blinden Flecken einer G20-Weltsicht offenzulegen. Ich möchte Bilder sehen, auf denen Transparente die Themen nennen, die vollkommen anders laufen müssen, ich möchte von Kundgebungen lesen, bei denen begabte Menschen Alternativen aufzeigen, wie nachhaltiger, gerechter und friedlicher gelebt, gehandelt und koexistiert werden kann. Und ja, es gibt sie. Die begabten Menschen und auch die Protestveranstaltungen mit diesen Schwerpunkten.

Allein, sie gehen unter. Die Kameras und Mikrofone schwenken in eine andere Richtung. Tausende friedliche Protestierer lassen sich am Rande der Hölle in eine erwartbar blöde Lage bringen. Ein paar Hundert vermummte Deppen machen sie zum Ziel von Wasserwerfern und Pfefferspray. Offen gestanden: Ich verstehe die Sympathie für so einen „schwarzen Block“ nicht. Es macht mich wütend, wie notwendiger und legitimer Protest der Vielen von der System- und Staatsfeindlichkeit von einigen wenigen ad absurdum geführt wird.

Ja, ich kann einerseits die Empörung verstehen, die friedliche Demonstranten zum Ausdruck bringen, wenn sie von der Polizei hart angegangen werden und ohne eigenes Zutun mit Pfefferspray oder Schlagstöcken unschöne Bekanntschaft machen. Und andererseits sollte jedem Besucher einer derartigen Großveranstaltung auch klar sein, dass individuelle Differenzierung in einer so diffusen Lage nicht zu erwarten ist.

Rund um solche Gipfeltreffen herum wird sich gerne ereifert, welche enormen Kosten „vom Steuerzahler“ dafür aufgewandt werden müssen. Natürlich kann man auch hier über den Ort des Geschehens unterschiedlicher Meinung sein. Aber soviel sollte klar sein. Gerade angesichts mancher politischer Eskalationen und Separationstendenzen in der jüngeren Vergangenheit sollte klar sein, dass an Gespräch und Verhandlung kein Weg vorbei führt. Ja, ich will, dass die Delegationen sich treffen und reden. Weil ihr ansonsten autonomes Handeln regelmäßig zu Bullshit führt.

Und auch, wenn ein großer Teil der Kosten einer solchen Veranstaltung mit den Protesten dagegen in Verbindung steht, ist der Aufwand aus meiner Sicht gerechtfertigt. Es gehört zu den Freiheiten unseres Landes, seine Meinung zu sagen, sich zu versammeln und protestieren zu dürfen. Ein Recht, dass auch denen in unserem Land zusteht, die das System ansonsten ablehnen und bisweilen unterwandern. An dieser Stelle schlägt Überzeugung das Bauchgefühl. Denn Verständnis für gewaltbereite Deppen habe ich keins…

OfficeLens und OneNote | Jäger und Sammler

Ich bin beruflich viel unterwegs. Privat auch. Habe jede Menge Kontakte, Meetings und Veranstaltungen. Auf sehr unterschiedlichen Ebenen. Im Schnitt arbeite ich parallel an 15-20 „Projekten“. Das ist manchmal durchaus herausfordernd, aber auch das Umfeld, dass ich brauche. Wenn die Luft in der einen Sache raus ist, einfach mal umschalten und etwas Komplementäres voranbringen. Natürlich auch mit Pausen für Körper und Geist.

Was in einem so vielfältigen Umfeld beinahe zwangsläufig passiert, ist ein bisweilen eskalierender Materialanfall. Von ausgetauschten Visitenkarten, über Vortrags-Handouts, Tischvorlagen, Belegen bis zu Messe-Giveaways und Flyern. Dazu kommen Protokolle, abfotografierte Flip-Charts und beiläufige Inspirationen.

Um es kurz zu machen: Wenn ich nach intensiven Zeiten unterwegs nach Hause komme, habe ich nicht immer genug Zeit, um auszuruhen, den nächsten Trip vorzubereiten und auch noch die zwischendrin gesammelte Klappbox mit derlei „Kram“ akkurat in die vorgesehenen 16 verschiedenen Ordner, Ecken oder Kisten zu räumen. Offen gestanden habe ich auch nicht genug Platz, um alles aufzuheben. Zumindest nicht analog. Digital sieht es da besser aus. Und übersichtlicher!

Meine Entdeckung für die angemessene Bewältigung der Materialflut: Die App OfficeLens. Eine Foto-App mit Auswahlautomatik und eingebauter Sortierrutsche. Bei mir meist in Verbindung mit OneNote. Andere Exportformate gehen aber auch.

Die ausgedruckten Tischvorlagen einer Sitzung? Sind schnell abfotografiert und an die richtige Stelle im entsprechenden OneNote-Notizbuch einsortiert. Die Tankbelege für den Dienstwagen? Der Arbeitgeber braucht sie nicht, der bekommt seine eigene Abrechnung, aber mir helfen ordentlich sortierte Zettel beim Dokumentieren meiner Dienstreisen und geben Sicherheit für etwaige Nachfragen.

Die Visitenkarten meiner Gegenüber können sich gerne ein lauschiges Plätzchen im Papierstapel suchen, wenn ich sie vorher einmal kurz vor die Office-Lens bekommen habe. Dann finde ich sie bei Bedarf schnell wieder und kann sie bei Bedarf, dank der OCR-Erfassung, auch schnell in mein Adressbuch aufnehmen.

Kleine Fehler können vorkommen, halten sich aber stark in Grenzen. Hier wurde aus einem „-E“ versehentlich ein „Æ“. Das lässt sich korrigieren.  Ein Klick auf die V-Card eröffnet übrigens die Möglichkeit, die Adresse zum Beispiel in Outlook zu öffnen und zu speichern.

Übrigens ist OfficeLens auch der Joker, wenn bei einer Sitzung ein Sitzungsteilnehmer z.B. per Skype zugeschaltet ist. Da kann es enorm hilfreich sein, wenn man ein mitgebrachtes Handout, einen in der Sitzung vorhandenen Gegenstand oder das abseits der Webcam platzierte Flipchart der externen Person zugänglich machen kann. Wenn die externe Person einen Splitscreen aus OneNote und Skype hat, erscheint das Spontandokument einfach als Unterseite zur Tagesordnung, ohne dass es eine Klickorgie durch weitere Programme bräuchte.

Eine inspirierende Präsentation auf der Leinwand? Handy raus und ein schnelles Bild gemacht? Damit liege ich ja mal locker im Trend. Heute wird ja nahezu alles überall und immer abfotografiert.

Der besondere Nutzen bei OfficeLens ist die eingebaute „Intelligenz“: Je nach Vorwahl erkennt OfficeLens den richtigen Bildausschnitt ziemlich treffsicher. Eine aus 45° abfotografierte Präsentation findet sich als „Präsentation“ und nicht als „Trapez in einem Ensemble geschmackvoller Wanddekoration“ seinen Weg in meine Ablage. Das Ganze unter dem richtigen Stichwort im OneNote-Themenpool abgelegt und die Inspiration findet zur richtigen Zeit den Weg ins Bewusstsein zurück.

OfficeLens ist ein Star für die Seminardokumentation. Ich habe mir angewöhnt, meinen „Kunden“ nach einem längeren Seminar oder Workshop eine Dokumentation zur Verfügung zu stellen, um die wesentlichen Elemente und Ergebnisse der Veranstaltung im Blick zu behalten. Zu Anfang habe ich alle Unterlagen gesammelt, zu Hause abgetippt oder abfotografiert, die Bilder nachbearbeitet und am Ende alles in einem Word-Dokument zusammengestellt. Der Trick ist das kleine +1-Symbol in der App (es erscheint erst, wenn man bereits ein oder mehrere Bilder aufgenommen hat).

Mit OfficeLens bleibt also das ganze Papier direkt vor Ort, die Dokumentation entsteht fast von alleine und meine Nacharbeit beschränkt sich auf dem Einfügen von moderierenden Texten im Fotoprotokoll. Wenn ich die Dokumentation zudem in OneNote erstelle, können die Fotos der Flipcharts und Pinwände sogar OCR-mäßig indiziert werden und (theoretisch) über die Volltextsuche aufgefunden werden. Das klappt aber noch nicht wirklich zuverlässig.

 

Gimmick-Geheimtipp: Export in den „plastischen Reader“. Was begrifflich ein wenig an die Körperwelten von Gunther von Hagens erinnert, ist in Wirklichkeit eine Bild-Vorlese-Funktion. Man fotografiert einen Text ab und kann ihn sich anschließend vorlesen lassen. Als Mitvierziger (#Altersweitsicht) weiß ich das zu schätzen, wenn ich bei schlechtem Licht einen klein gedruckten Text vor mir habe, den ich (natürlich nur wegen der schlechten Lichtverhältnisse) nicht oder nur sehr mühsam entziffern kann ;-).

 

 

OneNote als Gremien-Vereinfacher | Tagesordnungen und Protokolle

sabinevanerp/pixabay.de

Gremienarbeit ist (oft) nicht sexy. Nicht nur, dass die Tagesordnungen häufig übervoll sind, die relevanten Infos nicht bereitstehen und die eigenen Eingaben meist zu spät kommen. Niemand schreibt gerne Protokolle und wenn ein Mensch für diese Aufgabe gefunden ist, würdigt kaum jemand sein Werk und erinnert sich angemessen des Protokollierten.

Ich habe das Vorrecht, in einem vielen ziemlich kreativen und dynamischen Team Teams zu arbeiten und eins davon durfte ich von der Pike auf neu erfinden. Zunächst trafen wir uns zwanglos, tauschten Ideen aus, behielten in Kopf und Herz, was uns wichtig war. Wir wollten den „Weg der Leichtigkeit“ gehen. Und überraschenderweise lief das ziemlich lange ziemlich gut. Intuition und schlichte Schönheit als Entscheidungsgrundlage ist etwas Wunderbares.

Gleichwohl braucht auch das leichtfüßigste Projekt mit der Zeit eine gewisse Struktur und eine Informationsbasis.

Wir entschieden uns dafür Microsoft OneNote zu unserer Information-Plattform zu machen. Ich hatte mir vor Jahren den OneNote-Virus bei einem befreundeten Lehrer eingefangen, der seine ganze Unterrichtsvorbereitung in OneNote realisiert, war aber zunächst vor allem so eingestiegen, dass ich meinen persönlichen Workflow in diversen Notizbüchern organisiert habe. Nun also eine Teamplattform.

Den Anfang machte ein von mir freigegebenes Notizbuch, das über einen Freigabelink via OneDrive für die anderen im Team erreichbar war. Der Zugang kann über OneNote-Online erfolgen, oder aber über eine installierbare App. Diese ist für Windows/Mac/iOS und Android-Nutzer kostenlos herunterladbar.

Im freigegebenen Notizbuch sammelten wir strukturiert unsere inhaltlichen Ideen, Merkposten, Recherchen und Wünsche. Inzwischen haben wir die Plattform professionalisiert und unser OneNote liegt auf einem SharePoint in Office 365. (Beim Schreiben merke ich, dass dies noch Raum für allerlei weitere Posts liefern könnte).

Heute soll es ja um Tagesordnungen und Protokolle gehen. Dafür ist OneNote wie gemacht! In unserem Projekt-Notizbuch findet sich ein Abschnitt „Agenda und Protokolle“. Unsere großen Team-Treffen sind monatlich. Der Organisator legt regelmäßig die weitgehend leere Agenda für das nächste Treffen an (dies kann man sehr komfortabel auch mit einer Seitenvorlage vereinfachen).

Ob auf Zuruf, per Notification oder aus intrinsischer Motivation schauen die anderen Teammitglieder auf der Seite vorbei und ergänzen die Tagesordnung mit den Punkten, die sie gerne geklärt kriegen möchten. Wenn es Tischvorlagen, Zusatzinfos oder E-Mails zu einzelnen Punkten gibt, werden diese idealerweise als Unterseiten zur Agenda angelegt. So haben alle Teammitglieder jederzeit den Überblick über Tagesordnung und zugehörige Informationslage.

Wenn erforderlich, kann der aktuelle Stand einer Tagesordnung mit wenigen Mausklicks auch per Mail versandt werden.

So könnte man selbst Einberufungsfristen wirksam abbilden (bei uns spielt das noch keine wirkliche Rolle). Je nach Teamvorlieben kann man vor der Sitzung Tagesordnungen ausdrucken, i.d.R. aber weit weniger als Anwesende in der Sitzung anwesend sind.

In der Sitzung wird eine Person zum Protokollschreiben auserkoren. Mit zwei Leerzeilen wird Tagesordnungspunkt und Protokoll getrennt und dann in die Agenda protokolliert. Alle Anderen können das Protokollierte auf ihrem Gerät (relativ) live mitverfolgen. Wenn ein wichtiger Gedanke fehlt, kann man einen entsprechenden Hinweis geben.

Nach der Sitzung können alle das Protokoll gegenlesen, ergänzen und korrigieren.   Im Zweifel kann man nachvollziehen, wer welche Änderung eingefügt hat. Beschlossene Aufgaben können mit Tags versehen werden. Der Seitentitel „Agenda“ wird in Protokoll geändert. Wenn man eine Frist festgelegt hat, kann der Protokollant das Protokoll final bearbeiten, es exportieren (und bei Bedarf rechtskonform signieren).

Im Nachgang der Sitzung können offene Aufgaben aus dem Protokoll und denen vorausgegangener Sitzungen (!) per Mausklick zusammengefasst werden. So ist auch eine Beschlusskontrolle nicht mehr durch vergessene Lektüre eines Protokolls gefährdet ;-).

Fazit: Mit OneNote kann Team- und Gremienarbeit schlank und effizient organisiert werden. Die Digitalisierung bietet hier einen echten Mehrwert und löst einige Probleme und Trägheitsmomente.

Skandal: Pyramiden waren sündhaft teuer…

Ja richtig. Die Elbphilharmonie wurde gestern eröffnet. Nach 10 Jahren Bauzeit und der Ausgabe des 10-fachen, was ursprünglich veranschlagt war. Und manch ein Zeitgenosse kann sich nicht an diesem einzigartigen Bauwerk und seiner Spitzenakustik erfreuen, sondern „muss“ im Augenblick größter Freude Erbsen zählen.

Mich erinnert das an die Neunzigerjahre in Berlin. Was hat man darüber geschimpft, wie überzogen groß und klobig das Kanzleramt und die Regierungsgebäude seien. Als ich selber mal in der Stadt war und von exponierter Position aus über das Regierungsviertel blickte, war mir unmittelbar bewusst, wie unpassend ein Bonner Kanzlerbungalow in Berlin gewesen wäre.

Ikonographisches braucht Exzentrik und Größenwahn. Weil man auf eine Doppelgarage nicht stolz sein kann. Und weil „Bestes“ eben auch Schmerz braucht.

Hinzugefügt auf meiner Bucket-List: Konzert-Besuch in der ElPhi…