Posted by: Christopher on: 9. Juli 2009
Hatte gestern ein sehr sympathisches und zugleich beschämendes Erlebnis in meiner Gemeinde. Am Rande eines Aufnahmegesprächs (manche Baptisten nennen es auch “Zeugnisstunde”) lernte ich ein Ehepaar näher kennen, die relativ neu in unserer Gemeinde sind und die ebenjenes Aufnahmegespräch vermutlich als Nächste haben werden. Wir unterhielten uns über Hauskreise und eh ich mich versah, luden die beiden mich in ihren Hauskreis ein. Weil Hauskreise ja wichtig fürdie persönliche Vernetzung und die Entwicklung seien. [...]
Ich war begeistert. Vor allem darüber, wie engagiert die beiden für ihren Kreis und die Sache der Gemeinde einstanden. Ich wünschte mir hundert solch begeisterten Hauskreisteilnehmer. Und ich erwäge wirklich, der Einladung nachzukommen.
Warum das nun beschämend ist? Nun: Schaut mal, wer in unserer Gemeinde für das Thema Hauskreise aktuell Ansprechpartner ist…
Posted by: Christopher on: 3. Juli 2009
Vater: [Am Ende der Aufzählung der Aktivitäten der kommenden Woche:] “Am Donnerstag mache ich den Seniorenkreis.”
Mutter: “Und? Hast du denn ein Thema?”
Vater: [Nickt] “Und reizt eure Kinder nicht zum Zorn”
Sohn: [schaltet sich ein] “Und warum macht ihr es dann?”
Posted by: Christopher on: 2. Juli 2009
Zu weit weg! Aber eine Ausschreibung, die von Vision und Weitsicht zeugt. Gefunden auf www.jesus.de
Posted by: Christopher on: 30. Juni 2009
Der selbsternannte Effizienz-Wissenschaftler rinkeson veröffentlicht hier seine bahnbrechende Neue Erkenntnis. Und ist begeistert: Von sich und seinem Erkenntnisvorsprung:
“Das größte Problem der Menschheit (mit weniger gebe ich mich freilich nicht zufrieden) ist nicht Geiz, Gier, Götzendienst oder nicht gelebte Gerechtigkeit, das größte Problem der Menschheit, und diese Erkenntnis unterscheidet mich von der Spreu der Wissenschaftlerkollegen, ist die Selbstverliebtheit, die Egozentrik und der Größenwahn.
Ich bin froh, dass ich diesen Quantensprung der Problemanalyse entdecken und entwickeln konnte und bin sicher, das Generationen nach mir von diesem Durchbruch wahre Segensströme verspüren werden. Gut, dass es mich gibt! Wie schlecht stände es doch sonst um die Menschheit.”
Leider blieb diese Entdeckung der Menschheit vorenthalten, weil der Urheber dieser bahnbrechenden Erkenntnis sich von den Angbeoten aus der Medien- und Verlagswelt zur Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse sich nicht angemessen gewürdigt sah und seine Perlen nicht (Zitat) vor die Säue werfen wollte….
Posted by: Christopher on: 29. Juni 2009
Wir haben sie gerade im Haus. Im, nein auf dem Haus, trifft des Pudels Kern besser. Und natürlich gibt es lustige Geschichten zu berichten, wie z.B. heute, wo die lieben Dachdecker außer dem Aufnageln von 5-6 Dachlatten nur ihre Mittagspause unter unserem Kirschbaum verbrachten. Davor und danach mussten sie völlig spontan zu einer anderen Baustelle. Naja. Ich zahlre ja nicht nach Tagen…
Aber wenn man über Handwerker nachdenkt, dann fällt mir immer mal auf, dass die meisten Menschen über Handwerker motzen. Nicht erst seit dem selbsternannten Enthüllungsjournalismus auf RTLII-Niveau, bei dem man den “Abzockern auf der Spur” ist, haben allzu viele Menschen wenig Vertrauen in Handwerker und suchen mit Inbrunst Fehler in deren Arbeit. Ob das gut oder schlecht, richtig oder falsch, begründet oder paranoid ist, will ich nicht beurteilen.
Fakt ist, dass viele Handwerker einen gesellschaftlichen Status haben der alles andere als glänzend ist. Und dass, obwohl man auf sie angewiesen ist, sie neudeutsch “systemrelevant” sind. Und dass unsere faktische gesellschaftliche Ächtung dieser Berufsstände das Problem verschärft. Denn wenn ich einen Berufsstand regelmäßig mit Kübelweise Jauche überschütte, dann muss ich mich nicht wundern, wenn nur die “Creme de la creme” der Schulabsolventen einen handwerklichen Beruf ergreift. Wenn Leidenschaft und Talent von Statusdenken v erdrängt wird und ZUGLEICH die Qualität handwerklicher Kunst mit Letzterem immer weniger zu tun hat.
Sind wir eigentlich komplett übergeschnappt, wenn wir als Gesellschaft bereit sind, mit Steuergeldern und horrenden Zinszahlungen die Luftgeschäfte von Banken zu finanzieren, aber wenn ein Handwerker seine Stunden abrechnet fangen wir an zu feilschen? Zahlen wir gerne immense Summen für Versicherungen, Fitness und Gesundheit und haben allen Ernstes kein schlechtes Gewissen, für einen Liter Milch im Discounter nur 45 ct zu zahlen, während mein Nachbar der Bauer (ok, das ist jetzt kein Handwerker) seit Monaten für einen Erzeugerpreis von 40 ct/Liter protestiert, und ich irgendwann schon mal gehört habe, dass die Hälfte des Milchpreises für Molkerei, Verpackung, Transport und Marketing draufgeht.
Manchmal ist es eine Offenbarung, die Handwerker im Haus zu haben. Na ja, für heute sind sie zu einer anderen Baustelle abkommandiert…
Posted by: Christopher on: 21. Juni 2009
Gemeinhin benutzt man Web-Anwendungen, um den Kunden plattformunabhängig Dienstleistungen anzubieten. Man braucht keine bestimmten Formulare, keine speziellen Programme und (normalerweise) kein bestimmtes Betriebssystem.
Und dann kam StampIT-Web. Solange ich Windows benutzte funktionierte das Ganze einigermaßen (Abzüge in der B-Note beim Ausdruck) . Und nun das:

Peinlich! Und dann damit werben, dass es “Porto jetzt immer und überall gibt”.
Posted by: Christopher on: 17. Juni 2009
Ich bin begeistert von technologischem Fortschritt. Ich kann kaum abwarten, dass nächstes Jahr mein Handy 2 Jahre alt wird und ich scanne neue Produkte mit relativ großer Aufmerksamkeit. So könnte ich quartalsgenau sagen, was, wäre es überraschend dran, das Nachfolgeprodukt für ein bestehendes Gerät würde. Ich halte das auch manchmal für etwas krank, aber Technik begeistert mich eben. Ist schon toll, was man heute alles so machen kann, wie die Technik die Kommunikation revolutioniert und wir mit allen und jedem in Kontakt bleiben können.
Das Technik ein Scheiß ist gegenüber einer persönlichen Begegnung wurde mir in diesen Tagen wieder massiv deutlich. Ich traf unseren Nachbarn auf der Straße und kam ins Gespräch. Er war gerade auf der Suche nach einem Telefonkabel. Eine Bekannte wäre bettlägrig, gerade ziemlich krank und er wolle ihr das Telefon ans Bett legen. Im Gespräch weiß er davon zu berichten, dass der behandelnde Arzt keine Zeit für einen Hausbesuch hatte und per Ferndiagnose den Kauf irgendeines Medikamentes empfielt. Mein Nachbar kocht schon fast vor Wut, als er die Geschichte erzählt. Wir plaudern weiter, kommen noch mal auf das Telefon und mir fällt ein, dass ich auch noch Kabel und Dosen irgendwo herumfliegen habe. Ich hole sie und gebe sie für eine sinnvolle Verwertung frei.
Das alles ist ein paar Tage her. Heute klingelt der Nachbar an unserer Tür. Bringt das Kabel und die Telefondose zurück. Bevor ich mir einen Reim darauf machen kann, erreichen mich seine Worte: “Sie braucht das nicht mehr. Sie ist gestorben. Dehydriert.”
Posted by: Christopher on: 10. Juni 2009
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