Posted by: Christopher | 16.Juli 2008

Im Evangelium geduscht

Das war schon ein echtes Highlight in meinem Berufsalltag. Der ganze Tag lief schon sehr angenehm, lauter netter Begegnungen und gute Gespräche. Dann kam der Abend mit dem, was früher Bibelstunde hieß und mit Weidenauer Akzent schlicht “Bibel & Leben” heißt.

Thematisch orientiert sich diese Veranstaltung am Hauskreismagazin, das seinerseits aber mit seinen Beiträgen und Gestaltungsvorschlägen sehr unterschiedliche Berücksichtung findet. Heute ging es um Kol 2. In der Lutherbibel ist das Kapitel mit “Warnung vor den Irrlehrern” überschrieben. Und allzu oft prägen diese (fragwürdigen) Überschriften ja sehr stark die Blickrichtung, in der die Interpretation dann läuft.

Nicht so heute. Stück für Stück wurde der Text erarbeitet und am Ende stand vielen der kanpp 20 Anwesenden die Überraschung ins Gesicht geschrieben: “Man, was haben wir uns unser Christsein und unser Leben in der Vergangenheit oft schwer gemacht” war die emotionale Zusammenfassung einer Teilnehmerin, als aufblitzte, dass, wenn man den Text wirklich mal ernstnimmt, das Leben nicht nur eine angstfreie Zone werden kann, sodern auch viele lange praktizierte gemeindliche Regeln und Normen einfach mehr als fragwürdig sind.

Und wenn man dann nach so einer Veranstaltung mit Leuten im Durchshnittsalter von mal mindestens 60 Jahren  die Leute auf dem Gemeindeparkplatz ausgelassen über Halleluja-Zwiebeln, Reinlichkeitswahn und andere Merkwürdigkeiten christlicher Kreise feixen, dann…

… hat man wohl gerade im befreienden Evangelium geduscht!

Posted by: Christopher | 15.Juli 2008

Über Sex spricht man nicht…

nur unter vorgehaltener Hand… ;-)

Posted by: Christopher | 15.Juli 2008

Mein persönliches Unwort 2008: “sichern”

Als Hobby-Kletterer und erlebnispädagogisch versierter Mensch bin ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem “sichern” in Berührung gekommen und um jedes Mißverständnis zu vermeiden: Bitte nie ohne Sicherung!

Aber “sichern” hat noch einen alternativen Pfad in mein Hirn gefunden und auf diesem Wege ist es m.E. Ausdruck einer schändlich-dümmlichen Gesinnung. Da kann ich mir heute ein Fotobuch bei T-Mobile sichern, ein anderes Mal einen Preisvorteil hier und eine völlig überflüssige Zugabe dort, usw. usw.

Eigentlich könnte man ja auch “raffen” oder “gieren” sagen, denn zweifelsfrei wird hier suggerriert, das man doch ein helles Köpfchen ist, wenn man mehr rausschlägt als der Normalsterbliche. Und hier setzt dann meine Verzweifelung ein.

Zum einen fühle ich mich persönlich beleidigt, wenn man mir soviel Naivität und (sorry) Dämlichkeit unterstellt, als wäre ich exclusiv gemeint und würde etwas geschenkt bekommen. Dass ich mehr als gut für jede erdenkliche vermeintliche Beigabe BEZAHLE, sollte doch eigentlich keine Überraschung mehr sein.

Zweitens hält man den Rest der Nation für dumm, was ich auch nicht für eine solide Grundlage von respektvollem Miteinander in der Gesellschaft halte. Hier sind meine Grundwerte verletzt.

Aber damit ja nicht genug. Jetzt glaubt man auch noch Christopher Raffzahn ertappt zu haben, der alles HABEN MUSS, ob er es nun gebrauchen kann, oder nicht. Nein, diese kollektive Vereinnahmung ins Volk der Materialisten und Gierschlünde mag ich auch nicht stillschweigend akzeptieren.

Also liebe Werbestrategen: Denkt euch bitte ganz schnell etwas Neues aus, vielleicht probiert ihr es mal schlicht mit Ehrlichkeit. Sonst verfüttere ich künftig meine 5-Euro-Scheine an die Goldfische im Gartenteich allein deswegen, weil ich sie euch nicht in den Rachen stopfen will. Ich meine es ernst! Da bin ich ausnahmsweise mal Prinzipienreiter…

Posted by: Christopher | 15.Juli 2008

Ein Kurztrip vor den Ruhetagen

Der obligatorische Bericht für heute: Da ich ja nicht meinen ganzen Tag mit Radfahren verbringe, gab´s bei mir heute auch keine Etappe von Pau nach Hautacam, sondern nur einen kurzen 25km Trip lahnabwärts bis Ruttershausen und  auf der anderen Flusseite wieder zurück. Keine besonderen Vorkommnisse, außer der Beobachtung, dass man Radwegen in Hessen nicht trauen kann und dass scheinbar gut ausgebaute Straßen abrupt in der Lahn münden können (da war nicht mal eine Furt…). Und natürlich die Einsicht, dass Radfahren süchtig machen kann.

Apropos Ruhetag(e): Voraussichtlich werde ich in den nächsten Tagen keine Gelgenheit haben, zu radeln, insofern wird es dann mal wieder vermehrt andere Themen hier geben…

Posted by: Christopher | 14.Juli 2008

Netter Versuch - aber dämlich bin ich nicht… (Updated)

Schade nur…

…dass UPS deutsch kann.
…dass ich keine Pakete mit UPS verschicke, sondern nur bekomme.
…dass die E-Mail-Adresse reichlich verräterisch ist.

0 Punkte!

P.S. Das ist drin…

Posted by: Christopher | 13.Juli 2008

Schöne Aussicht vom Dünsberg (498m)

1. Ja meine Beiträge sind derzeit etwas einseitig. Das geht vorbei…

2. Die Auflösung vom gestrigen Rätsel:

Das gelbe/grüne/gepunktete wird von einem Kurier mit dem passenden Sponsorlogo darauf dem Gewinner des Trikots ins Hotel gebracht.

Bedruckt wird es in der sogenannten “zone technique” im Zielbereich.

Den farblich passenden Helm führen die Teams schon zur Sicherheit mit.

(Quelle: Eine Mail der SR-Online-Redaktion)

3. Heute gings auf den höchsten Punkt Mittelhessens. Irgendwie ging es mir wohl schwer runter, dass ich in den letzten Wochen nun schon zweimal dran vorbei gefahren bin und aus Zeit oder Konditionsgründen den Schlenker nach oben vermieden habe. Also ging es heute über Fronhausen und Odenhausen zuerst nach Wißmar, anschließend durch Krofdorf-Gleiberg. Dann habe ich versehentlich einem Radwegschild geglaubt und fuhr einen gewaltigen Umweg über eine fiese Schotterpiste durch den Wald. Ein Lob auf meine Schwalbe Speed Cruiser, die machen auch solceh Eskapaden mit…

Raus kam ich irgendwann in Krumbach. Also wieder auf die schon bekannte Straße und eben um die Ecke zurück und dann kam die Auffahrt. Der erste Teil der Piste scheint eine Abschreck-Funktion zu haben, Die ersten Meter hinauf ist es ziemlich steil, danach ist es eigentlich durchaus machbar. Vielleicht ist es auch einfach Gewöhnung. Oben angekommen konnte ich dank Kyrill und Co. den wunderbaren Ausblick nach Südwesten genießen. Kurz getankt und ein sehr seltsames Fragmentgespräch mit einem Tischnachbarn geführt und dann wieder den Hügel runter. Leider war die Straße (beim Hochfahren ist mir das nicht wirklich aufgefallen) sauschlecht, so dass ich nicht nur ein paar Mal auf Geröll wegrutschte, sondern irgendwann in einem Schlagloch die Trinkflasche Flugversuche machten und ich informell ein 40km/h Schild aufstellen wollte.

Die verbleibenden 15 Kilometer über Krumbach, Altenvers und Damm waren dann wieder nach meinem Geschmack. Erkenntnis des Tages: Berge sind bezwingbar…irgendwann!

 

 

Posted by: Christopher | 12.Juli 2008

Erste Wirkungen | TdF-Rätsel

Ich bekannte ja bereits: Meine Bergform ist dramatisch. Seit Jahren schon ;-) Sobald ich lange Rampen sehe oder gar Serpentinen, fühle ich mich zwar herausgefordert, aber meist auch relativ resigniert. Nicht, dass ich je kapituliert oder gar umgedreht hätte, aber es ist dann eben eher eine Zeitlupen-Quälerei.

Nun gehörten im Laufe der Woche ja doch einige Höhenmeter zum Programm und siehe da. Bei meinem heutigen Kurztrip (mit anfänglich deutlich vernehmbaren Gegenwind) hielt der Rhythmus und es ging auch an gefürchteten Stellen zügig den Hügel (ich will ja ehrlich bleiben) hinauf.

Mal was für die Allgemeinbildung: Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie die Tour-de-France-Radler es schaffen, bei einem überraschenden Trikotgewinn (gelb, grün, weis oder gepunktet) am nächsten Tag mit entsprechendem Trikot (samt Sponsorenlogo) anzutreten? Vorschläge bitte einfach kommentieren, Auflösung morgen (habe mal nachgefragt).

Posted by: Christopher | 11.Juli 2008

55km Einzelzeitfahren

Heute stand ein Einzelzeitfahren über 55 Kilometer auf dem Tourplan. Über den Startabstand wissen wir nichts, es gab auf jeden Fall keine aktiven oder passiven Überholmanöver. Die Startrampe stand - wie schon häufig - im mittelhessischen Niederwalgern, das mit seiner langen nach Norden geführten Geraden zu einem flotten Etappenstart einlädt. Entlang der Lahn schlängelte sich die Strecke zunächst 20km nach Norden bis zum - zurecht - ziemlich unbekannten Cölbe. Kurz hinter Cölbe wandte sich die Strecke zuerst nach Osten um dann wieder dem Süden zuzustreben.

Der anfängliche Rückenwind ließ die ersten 20 Kilometer wie im Fluge vergehen, allerdings auch für die Rückfahrt Böses ahnen. Und so gesellte sich zum einsetzenden Regen (OK, OK, der hatte sich nun wahrlich schon Stunden vor dem Start angekündigt) entsprechender Gegenwind und diese Kombination machte ein genussvolles Natur-Viewing buchstäblich aussichtslos.

Aber die Beine waren gut und so lief es bis zum Ziel ausgesprochen flüssig, so dass ich mit einem Schnitt von 26,44Km/h durchaus zufrieden war.

Posted by: Christopher | 11.Juli 2008

Zuviel Risotto, Saalburg und ein entspannter Feierabendtrip

Zum zweiten Mal war t.b.f.k.a.BMH (das ehemalige Bundesmissionshaus) Ausgangsort einer Etappe der höchst inoffiziellen Taunus-Rundfahrt. Die metereologische Ausgangslage für die Etappe waren denkbar gut. Die bruzzelnde Mittagshitze war zum Auftakt um 17.15 Uhr schon Geschichte und so ging es bei lediglich 27°C auf die Piste. Schon im Vorfeld hatte Rinke, der noch immer einen Hauptsponsor sucht, bekannt, dass das mittägliche Risotto ihn heute schwer an den Boden fesseln würde und dass es einfach zu viel war. Der für das Hause Gerolsteiner radelnde Schwesinger schien nach dem erfolgreichen Abschluss der Tour des Alpes in Bestform. Folgerichtig lies er keine Sprintwertung aus und auch bei den Bergpunkten lies er seine Chance nicht ungenutzt. War der Abstand der beiden Kontrahenten zwischenzeitlich auf knapp zwei Minuten angewachsen, konnte Rinke im zweiten Drittel der Etappe wieder aufschließen.

In der traditionellen Verpflegungszone gingen zwar wertvolle Minuten für dass Gesamtclassement verloren, aber Cappuccino und Milchkaffee waren einfach zu verlockend. Den Zielsprint konnte Schwesinger dann deutlich für sich entscheiden, Rinke verlor auf den führenden knappe zehn Sekunden.

Fazit: Schwesinger ist in Bestform, laboriert aber immer noch an einer mysteriösen Sonnenallergie, Rinke dagegen hat seine Tourform einfach noch nicht erreicht.

Posted by: Christopher | 10.Juli 2008

Gimmicks mit Überraschungseffekt

Um auch heute die Welt wieder etwas besser zu machen, surfe ich mal mit Firefox. Und wie das so ist: Selten benutzter Browser und schon stöbert man aus purer Neugier durchs Menü. Irgendwo dort finde ich den Knopf “Add-ons”. Und dort ein überschaubares Angebot an nachrüstbaren Zusatzfunktionen. Normalerweise probiere ich nicht mal, heute aber kann ich nicht widerstehen und installiere “Flag-Fox”, ein kleines Tool, dass unten rechts im Browser eine keine Fahne einblendet, wo die gerade besuchte Internetseite eigentlich herkommt. Mit einem Klick auf die Fahne gibt´s dann noch ein paar zusätzliche Infos.

Gewohnheitsmäßig, ich liebe Informationen aus erster Hand, surfe ich also mit dieser neuen Dreingabe los und rufe die offizielle Tour de France-Seite auf:  www.letour.fr Und staune nicht schlecht. Sie kommt aus Deutschland. Da sage ich nur Vive la France.  Oder war es nur ein Fehler in der Matrix?

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